Bereits als Kind habe ich den festen Entschluss gefasst, dass ich für mein Geld selbst verantwortlich bin und bleibe. Dass ich mein eigenes gutes Geld verdienen und vermehren werde.

Vielleicht bin ich deshalb auch bei der Bank gelandet? Habe BWL studiert und bin Investmentbankerin geworden.

Vermutlich waren es aber eher meine persönlichen Erfahrungen. Nach der Trennung der Eltern stand meine Mutter plötzlich mit zwei Kindern und ziemlich wenig Geld da. Keine schöne Situation. Denn auch wenn wir ein Dach über dem Kopf und genug Essen auf dem Tisch hatten, so fehlte es uns trotzdem an Möglichkeiten. Reisen, Auslandsschuljahr, nennenswerte Unterstützung im Studium - Fehlanzeige. Wie auch, ohne Geld?

So wollte ich keinesfalls leben. Ich wollte mehr. Wollte ausreichend Geld und damit auch die Freiheit, meine Wünsche erfüllen zu können.

Und ich wollte es unbedingt.

Übernimm Verantwortung für Deine Finanzen

Das paradoxe ist: auch wenn es heute selbstverständlich ist, dass Frauen arbeiten, Karriere machen und ihr eigenes Geld haben. Dass sie sich leisten können, was sie wollen, schrecken noch immer viel zu viele davor zurück, sich um ihre Altersvorsorge selbst zu kümmern.

Sobald es darum geht, ein eigenes Vermögen aufzubauen, zu investieren und in großen Beträgen zu denken, werden viele plötzlich ganz zurückhaltend. Aus Angst, etwas falsch zu machen, machen sie entweder gar nichts, oder überlassen es ihrem Mann.

Wir sind von Gleichberechtigung noch immer weit entfernt

Noch gravierender wird es, wenn Kinder ins Spiel kommen. Dann stecken die Frauen noch immer bereitwillig zurück. Arbeiten zugunsten der Kinder Teilzeit und überlassen dem Mann die Karriere und das Geldverdienen. Warum man die Arbeits- und Betreuungszeit nicht einfach 50:50 aufteilt und so für beide Seiten sowohl Arbeits- als auch Familienleben ermöglicht; darüber scheint kaum jemand nachzudenken.

Stattdessen geht die finanzielle Verantwortung einfach an den Mann über, der Karriere macht und ein Vermögen aufbaut. Geht die Beziehung in die Brüche, ist die Frau meist diejenige, die ohne Geld und Vorsorge dasteht.

Gleichberechtigung sieht ganz sicher anders aus.


Lerne, Dich selber um Deine Finanzen zu kümmern

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es sich anfühlt, mit wenig Geld auskommen zu müssen. Chancen nicht nutzen zu können, weil das nötige Geld fehlt.

Ich weiß aber auch, wie sich das Gegenteil anfühlt. Was finanzielle Unabhängigkeit bedeutet. Wie unglaublich schön und erfüllend es ist, sich seine Wünsche mit seinem eigenen Geld erfüllen zu können. Wenn einem die Welt offen steht und man voller Zuversicht in die Zukunft blicken kann.

Weil die finanzielle Zukunft gesichert ist.

Und trotzdem gibt es so viele smarte Frauen, die in Sachen Finanzen vollkommen im dunkeln tappen. Die Entscheidungen und ihre finanzielle Unabhängigkeit bereitwillig aus der Hand geben und riskieren, irgendwann alleine und mit viel zu wenig Geld dazustehen. Spätestens, wenn es an die Rente geht.

Die nie jemand an die Hand genommen und ihnen gezeigt hat, dass es weder besonders aufwändig, noch allzu kompliziert ist, sich um seine Finanzen selbst zu kümmern.

Doch dafür hast Du ja jetzt mich.



Meine Geschichte

Das Ende meiner Banklehre fiel ziemlich genau mit dem Aufstieg des Neuen Marktes zusammen und damit in die Zeit, als “an die Börse gehen” das erste Mal wirklich in war in Deutschland. Sowohl für Unternehmen, als auch für Privatanleger.

Und ich mittendrin.

Mit 500 DM stieg ich im Herbst 1999 ein. In einer Zeit, in der die Kurse geradezu explodierten und wahrscheinlich niemand ein Depot hatte, das nicht 2- bis 3-stellig im Plus war. Kein Wunder bei dem Kursverlauf:

 
 
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Es hätte ewig so weitergehen können.

Tat es aber nicht. Ganz im Gegenteil. Schnell wurden aus vermeintlichen Kursgewinnen dicke Verluste und aus Begeisterung wurde Entsetzen.

Ich hatte allerdings Glück. Aus 500 DM waren bis Ende Februar 2000 knapp über 5.000 DM geworden, von denen ich mir eine schicke Reise nach New York gönnte.

Dafür habe ich alle Aktien verkauft. Keine 2 Wochen vor dem großen Crash.

Das hat mich eine ganz wesentliche Sache gelehrt: einfach mitmachen und den Massen hinterherzulaufen, ist keine gute Strategie. Nur wenn ich wirklich selber verstand, was ich da tat, würde ich in Zukunft keine Hilfe vom Zufall brauchen, um Crashs wirkungsvoll zu vermeiden.

Ich musste also wirklich lernen, wie Geld funktioniert und wie ich leben musste, um das meiste daraus zu machen. Und zwar ohne zu verzichten.

Denn auf all die pseudo-schlauen Finanztipps da draußen hatte ich einfach gar keine Lust. Haushaltsbücher sind langweiliger als auf verspätete Züge warten zu müssen. Sparen ist auch kein Stück besser. Und vom Verzichten will ich gar nicht erst reden.

Es musste doch auch anders gehen.

  • Ohne Langeweile.

  • Ohne Verzicht.

Und so entwickelte ich meine eigene Philosophie.

 

 

Wie sieht Dein schönstes Leben aus?

Ich kann Dir nicht sagen, was das für Dich bedeutet. Doch ich empfehle Dir, Dir darüber einmal in aller Ruhe Gedanken zu machen. Was würde sich in Deinem Leben verändern, wenn Du wüsstest, dass Du die Sache mit dem Geld ein für allemal geordnet hast?

Mein schönstes Leben zu leben heißt in meinem Fall: ich habe eine schicke Wohnung (ich liebe dänische Designklassiker), gehe gerne und oft auswärts essen (ein Leben ohne Sushi ist möglich, aber sinnlos), sorge fürs Alter vor, gönne mir regelmäßige Reisen und bin jederzeit in der Lage spontan mit meinen Freunden übers Wochenende wohin zu fliegen.

Mein schönstes Leben sieht sicher ganz anders aus als Deins.

Was wir uns hingegen alle wünschen ist, genug Geld zu haben, um uns unsere Träume und Wünsche erfüllen zu können. Den Kaffee-Latte auf dem Weg zur Arbeit. Die schöne Handtasche oder den Besuch im Restaurant.

Und zwar ohne uns ständig Sorgen machen zu müssen, dass die Kohle nicht reicht oder es ein Drama gibt, wenn einmal die Waschmaschine kaputt geht.

Und genau das ist auch für Dich machbar, wenn Du lernst, wie Geld wirklich funktioniert.

Gehen wir es an.

 

Glücklich und selbstbestimmt leben, ein Vermögen aufbauen und für’s Alter vorsorgen und Dir dennoch auch heute schon leisten können, was Du willst.