Warum sich jede Frau selber um ihre Finanzen kümmern sollte

Jede Handlung hat ihren Ursprung. Einen Grund, warum sie passiert. Das berühmte “warum”,  von dem so oft zu hören und lesen ist. So auch die Smart Female Investors.

Denn ich habe einfach keine Lust mehr zuzusehen, dass so viele smarte und clevere Frauen sich, wenn es um das Thema Geld geht, viel zu klein und unfähig fühlen. Dass ihnen schon von klein auf eingeredet wurde, dass sie das nicht könnten. Dass es kompliziert sei. Oder aufwändig. Und dass es sich bei den paar Kröten auf ihrem Konto ohnehin nicht lohnt.

Denn nichts davon ist wahr!

Es lohnt sich immer. Und für jede. Und ist dazu noch wirklich kein Hexenwerk. Ja, es braucht solides Wissen und ein paar Kenntnisse. Doch nichts davon ist so kompliziert, dass es nicht jede von uns verstehen kann.




Ich wünsche mir, dass Du aus einer Position der Stärke handeln kannst. Immer.

Das Problem ist: Nichtstun und Unwissenheit bringen Dich in eine schwache Position. Entweder, weil Du die Fäden aus der Hand gibst (“Das mit dem Geld macht mein Mann”) oder aber, weil Du handlungsunfähig bist (“Davon habe ich keine Ahnung”).

Beides keine gute Ausgangsposition für entspannte Lebensentscheidungen, oder?

Eben. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich leider immer noch viel zu viele Frauen in Lebenssituationen wiederfinden, die ihnen, wenn sie ganz ehrlich zu sich selber sind, nicht gefallen. (Von den dramatischen Fällen will ich hier gar nicht erst reden.)

Sie nehmen sich (leider) nicht das Recht heraus, für sich einzustehen und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Weil da nie jemand war, der ihnen den Rücken gestärkt hat.

Weil ihnen nie jemand gesagt hat, dass er an sie und ihre Fähigkeiten glaubt.

Und weil ihnen eingeredet wurde, das könne sie nicht; das sei ein Thema für Männer.


Wir Frauen sollten uns endlich nehmen, was uns zusteht.

Alles Blödsinn. Und doch ist es leider in so vielen von uns auf die ein oder andere Art verankert.

Das möchte ich gerne ändern. Am liebsten generell, grundsätzlich und für alle Themen.

Doch vor allem mit den Mitteln, die ich zur Verfügung habe. Und das sind meine 20 Jahre Erfahrung in der Bank und mit Geld. Erfahrungen aus Gesprächen mit Kunden. Mit meinen Freundinnen (denen es zuerst auch nicht anders ging als Dir). Und durch meinen eigenen Umgang mit Geld.

Das ist mein kleiner Beitrag dazu, uns Mädels stärker zu machen. Für gegenseitige Unterstützung und mehr und besseres Wissen.

Meine Finanzgrundsätze

Und nicht nur das. Es gibt noch ein paar Grundsätze, an die ich in Sachen Finanzen glaube und an die ich mich auch bei meinen Finanzentscheidungen halte.

Nenn’ dies gerne mein Manifest. Oder Glaubenserklärung. Oder sieh es als das, was es ist. Die Essenz meiner Erfahrungen.


1 | Es geht nichts um Sparen, sondern ums clevere Konsumieren

Ich sag es wie es ist: ich hasse Sparen.

Denn Sparen bedeutet für mich verzichten und das finde ich generell doof. Ich mag (m)ein gutes Leben und schöne Dinge und finde das auch überhaupt nicht verwerflich.

Das heißt allerdings nicht, dass ich deswegen verschwenderisch mein Geld nur so aus dem Fenster werfe. Ich glaube, das genaue Gegenteil ist der Fall.

Ich bin maximal großzügig bei allem, was mir Freude bereitet und halte mich extrem zurück, bei Ausgaben, für Dinge, die mich nicht glücklich machen.

Und ich halte meine Wünsche in einem finanziell machbaren Rahmen.


Dies erlaubt mir, mir all das zu gönnen, was mir wichtig ist und gleichzeitig noch Geld übrig zu haben, was ich investieren kann. Und zwar OHNE verzichten zu müssen. Denn seien wir ehrlich: Verzichten ist doof. Es macht schlechte Laune und nimmt uns den Spaß.

Wer will das schon?


2 | Nieder mit dem Haushaltsbuch

In  JEDEM Artikel zum Thema Geld steht: “Du musst ein Haushaltsbuch führen.”

Doch mindestens 80% aller Leute, mit denen ich jemals gesprochen habe, sagen, dass sie es nie länger als eine Woche durchhalten. Mich übrigens eingeschlossen.

Warum? Weil es einfach lästig, nervig und langweilig ist. Oder?

Und zwar egal wie sinnvoll es vielleicht sein mag. (Und es ist absolut sinnvoll seine Einnahmen und Ausgaben im Blick zu haben!)

Doch keine Sorge. Es gibt es einen besseren Weg. Einen einfacheren, der leichter umzusetzen ist und weniger Mühe und Zeit erfordert. Mit einem einfachen Umschlagsystem.

Denn: die allermeisten können sich problemlos einen Überblick darüber verschaffen, welche fixen Ausgaben sie haben. Dazu genügt ein kurzer Blick auf die Kontoauszüge der vergangenen Monate. Woran es hapert ist der Überblick über die variablen Ausgaben. Was geht eigentlich für Lebensmittel drauf? Wie viel Geld landet im Monat in der Drogerie? Was kostet Ausgehen? Etc.

Warum also nicht einfach für jede Kategorie abschätzen, wie viel Geld Du benötigst. Dann entsprechende Umschläge anlegen (jupp, mit Bargeld) und  dann einfach schauen, was passiert.

Nach meiner Erfahrung ist sehr schnell klar, ob und wo Du Dich verschätzt hast und in welchen Bereichen Deines Lebens Du Deine Ausgaben mal genauer betrachten soltest ;-).

Gleiches Ergebnis bei nur 20% des Aufwands.


3 | Geldangelegenheiten sind kein Hexenwerk

Jede Frau kann ihre Finanzen alleine regeln und finanziell unabhängig werden. Punkt.

Dazu braucht es nur zwei Dinge:

  1. Gesunder Menschenverstand und

  2. Solides Grundwissen


Das eine wirst Du sicherlich schon haben. Das andere kannst Du lernen. Denn es ist gar nicht so kompliziert, wie es oft gemacht wird.

Je nachdem, welches Deine Ausgangssituation ist, mag es Dir zwar heute vorkommen, als wäre es unglaublich viel, unglaublich schwierig und unglaublich komplex. Doch ich versichere Dir: wenn Du den ersten Schritt machst und ein wenig dran bleibst, dann ist es absolut möglich, dass auch Du den finanziellen Durchblick bekommst und Deine Finanzen zu Deiner vollsten Zufriedenheit im Griff hast. Vermögen aufbauen inklusive!

4 | Rendite und Risiko sind untrennbar miteinander verbunden

Es gibt keine (bessere) Rendite ohne (mehr) Risiko. Punkt.

Jeder, der Dir etwas anderes erzählt, lügt. Oder sagt Dir zumindest nicht die ganze Wahrheit.

Und das bedeutet keineswegs, dass Risiko etwas schlechtes ist. Der Zusammenhang zwischen Rendite und Risiko ist einfach ein Fakt, den Du im Blick haben solltest.

Dabei geht es mir übrigens kein bisschen darum, zu sagen, vermeide jedes Risiko. Kein bisschen.

Sondern: kenne das Risiko.

Lass Dir nichts vormachen.

Triff bewusste Entscheidungen.

Wie viel Risiko jeder verträgt ist so individuell wie der eigene Fingerabdruck. Es ist eine persönlich Einschätzung, die jeder vornehmen kann, wenn er sich genug Wissen zum Thema angeeignet hat.


5 | Ruhe und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg

Ein Vermögen aufzubauen braucht vor allem zwei Dinge: Ruhe und Geduld. Denn ein ständiger Wechsel zwischen verschiedenen Strategien und Anlageformen ist der größte Renditekiller überhaupt.

Heißt: entscheide Dich für eine Strategie und dann bleib dabei.

Tust Du dies nicht, verspielst Du alleine deshalb schon einen Teil Deiner Rendite, weil Deine Kosten steigen: Jede Transaktion kostet Gebühren und je häufiger Du Deine Strategie änderst, desto häufiger fallen eben genau diese Gebühren an.


6 |  Tun ist wichtiger als Haben

Dein finanzieller Erfolg und die Höhe Deines Vermögens hängen nicht davon ab, WO Du startest. Wichtiger ist es, DASS Du startest.

Es gibt so viele wirklich sehr gut verdienende Menschen, die trotzdem kein Geld haben. Einige davon haben sogar geerbt und hatten irgendwann tatsächlich die optimalsten Voraussetzungen. Doch weil sie dauerhaft über ihre Verhältnisse leben und sich dazu noch nicht um den Vermögensaufbau kümmern, bleibt ihnen trotzdem nie etwas übrig.

Da sind die, die mit vermeintlich wenig starten, aber clever konsumieren und das, was sie können, in den Vermögensaufbau stecken, garantiert besser dran.


Und damit auf jeden Fall auch Du. Du musst einfach nur beginnen!





 

Pin mich:

jede-frau-um-ihre-finanzen-selber-kuemmern.png