Der größte Geldfehler, den Frauen machen (und wie Du ihn vermeidest)

Frauen und Geld. Eine Geschichte die oft voller Fehler ist und vermutlich ohne Happy End ausgehen wird.

Und das, obwohl Frauen dermaßen darauf achten, ihr Leben möglichst gut zu organisieren. Sie fühlen sich besser wenn ihre Betten gemacht, das Haus aufgeräumt, die Erledigungen abgehakt und die Beziehungen glücklich sind.

Doch in Sachen Geld stehen sie allzu oft als Verliererinnen da: niedriges Einkommen, schlechte Job-Perspektiven und eine Rentenlücke, die deutlich größer ist, als es ihnen lieb sein kann.

Hier ist von Organisation oft sehr wenig zu erkennen.

Gib die Verantwortung nicht länger ab

Verantwortung für ihre finanzielle Zukunft, für ausreichend Geld auf dem Konto und die private Altervorsorge übernehmen sie viel zu selten.

Von der oft beobachteten Organisationsfreude und “ich fühle mich nur wohl, wenn ich alles im Griff habe” ist ganz plötzlich nicht mehr viel übrig, wenn es um das Thema Geld geht. Stattdessen wird der Kopf entweder komplett in den Sand gesteckt oder das Thema immer wieder nach hinten verschoben.

Letzter Platz auf der To Do-Liste.

Kümmere ich mich “morgen” drum.


Oder das Thema wird einfach dem Ehemann überlassen. Dem großen Versorger, der - meist ohne jegliche Kontrolle seiner Frau - mit dem gemeinsamen Geld machen kann, was er für richtig hält.

Im schlimmsten Fall Blödsinn.

Oder Schulden.

Oder beides.

Leider endet das häufig damit, dass die Frau, wenn es dann zur Trennung kommt (oder noch schlimmer, zum Tod des Partners), als die Dumme da steht. Sie hat massive finanzielle Einbußen und weiß oft nicht einmal, welche Verträge es gibt und wo sie die im Haus suchen muss.


Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig:

Hast Du Dich nun bei dem Gedanken ertappt, dass diese Situation so oder so ähnlich auch auf Dich zutrifft? Dass da wirklich noch Luft nach oben ist in Sachen finanzielle Unabhängigkeit?

Dann gräm Dich nicht, sondern freue Dich, dass Du heute schon den ersten Schritt in Richtung Verbesserung Deiner Situation machen kannst.

Wie Dir das gelingt, zeige ich Dir, indem ich die 7 häufigsten Gründe dafür, dass Frauen die Verantwortung für ihre Finanzen nicht übernehmen, einmal analysiere und Dir zu jedem Grund eine Lösung aufzeige.


1 | Viele Frauen denken gerne zuerst an andere

Die Frau ist ganz oft die Kümmerin in der Familie. Sie ver- und umsorgt ihre Lieben und erst wenn es denen gut geht, denkt sie über ihr eigenes Wohlempfinden nach. Aus diesem Grund arbeiten viele Frauen Teilzeit oder verzichten zugunsten der Familie auf den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

Auch Freunden wird bereitwillig geholfen und die Bedürftigen unterstützt. Unabhängig davon, ob und wieviel dann noch für sie selber übrig bleibt.

Natürlich ist dieses Verhalten mehr als löblich. Keine Frage. Doch genauso wenig wie eine leere Batterie noch Strom abgeben kann, kannst Du von einem Konto ohne Geld auch nichts bezahlen. Logo.


Die Lösung: Gib Dir und Deinen finanziellen Bedürfnissen mehr Raum in Deinem Leben. Kümmere Dich zuerst um Dich und dann um die anderen. Das bedeutet nicht zwingend, dass Du weniger geben kannst. Ganz im Gegenteil: wenn Du zuerst darauf achtest, selber möglichst gut dazustehen, hast Du viel mehr Mittel, andere zu unterstützen.


2 | Viele Frauen halten sich für zu dumm / ungebildet / unerfahren, um sich selber um die Finanzen zu kümmern

Denkst Du vielleicht, dass die Sache mit der Geldanlage einfach viel zu kompliziert ist? Dass Du das eh nie verstehen wirst? Vielleicht hast Du genau diese Erfahrung ja auch schon in einem Gespräch mit einem vermeintlichen Berater bei einer Bank gemacht. Der Dich und Deine Fragen und Wünsche einfach nicht ernst genommen hat.

Keine Sorge. Du bist nicht die einzige, der es so geht. Denn im Grunde will die Finanzbranche gar nicht, dass Du die Dinge verstehst. Also versucht sie, alle potenziellen Kunden möglichst “dumm” zu halten und ihnen nicht zu erklären, wie die Dinge wirklich funktionieren. Damit sie nicht zu viele Fragen stellen und vor allem nicht auf die Idee kommen, sich selber um ihre Finanzen zu kümmern.



Die Lösung: Zuerst die gute Nachricht: Du bist keinesfalls zu dumm / ungebildet / unerfahren! Selbst wenn sich das in diesem Moment genauso anfühlen mag. Das Problem liegt ganz woanders: Es hat Dir einfach nie jemand richtig erklärt.

Als ich meine Banklehre begonnen habe, hatte ich auch keine Ahnung von gar nichts. Doch das hat sich mit Unterstützung meiner Ausbilder ganz schnell geändert. Sie haben mir das nötige Wissen an die Hand gegeben und das vermeintlich so komplexe Thema Finanzen ganz easy erklärt.

Und genau das ist auch Deine Lösung: informiere Dich und lerne. Lass Dich nicht von irgendwelchen Bedenken abhalten. Such Dir jemanden, der Ahnung hat (so wie ich z.B.) und der Dich auf Deinem Weg an die Hand nimmt. Lies Blogartikel und Bücher. Schau Videos auf YouTube. Du kannst das!



3 | Viele Frauen verschließen die Augen vor dem Problem

Letztens las ich in einem Artikel von einer Studie, derzufolge die meisten Frauen, die Teilzeit arbeiten, freiwillig in dieser Situation und zufrieden damit sind. Und das, obwohl sich 68% dieser Frauen sicher sind, später von Altersarmut bedroht zu sein. 25% sagen gar, dass sie sich mit dem Thema Rente gar nicht erst befassen, weil sie das Thema zu sehr frustriert.

Es wird also einfach nichts getan, in der Hoffnung, dass sich das Problem schon irgendwie von selber löst.

Doch genau das passiert eben nicht!

Ganz im Gegenteil. Es wird sogar noch größer! Das renommierte Prognos-Institut hat 2016 in einer Studie einmal berechnet, wie sie die Rente vermutlich bis 2045 entwickelt. Demzufolge wird das Rentenniveau von 47,8% des Durchschnittslohns auf etwa 41,6% fallen! Bei gleichzeitig steigenden Preisen. Und berechnet auf den Durchschnittslohn.

Wie die Situation dann erst aussieht, wenn Du Teilzeit arbeitest und Auszeiten für ein oder mehrere Kinder genommen hast, kannst Du Dir ja denken. Besch***!



Die Lösung: Nimm Deine Altersvorsorge selbst in Angriff! Verharre nicht länger in einer Stockstarre und tue so, als ob das Problem nicht besteht. Es ist akuter denn je!
Die gute Nachricht: es gibt eine Lösung für dieses Problem und ich begleite Dich gerne dabei, die für Dich perfekte Strategie für Deine Altersvorsorge zu finden.



4 | Viele Frauen geben mehr aus, als sie haben

Der neue hippe Blazer, das Paar Schuhe, was Du un-be-dingt brauchst, das Frustshoppen in der Drogerie. Mehr Geld auszugeben, als Du hast, ist nicht besonders schwer. Wir sind umgeben von Versuchungen und Angeboten, die uns glauben lassen, unser Leben wäre ohne genau diese nächste Anschaffung nicht mehr schön.

Klar: Du sollst Dein Leben heute genießen. Und natürlich sollst Du Dir auch etwas gönnen.

Doch wenn Du heute mehr Geld ausgibst, als Du hast. Wenn Du ständig Dein Konto überziehst und/oder Schulden hast, dann beraubst Du faktisch Dein zukünftiges ich. Du gibst heute Geld aus, was Du morgen erst verdienen musst.

Nicht cool, oder?


Die Lösung: Stell Dir ein Budget auf und arbeite an Deinem Kaufverhalten. Gib Dein Geld nicht länger wahllos für irgendetwas aus, sondern überlege Dir, was Du anschaffen willst und warum. Meist sind es bereits kleine Änderungen, die einen großen Effekt haben und dafür sorgen, dass das Ende des Monats zukünftig nicht mehr lange vor dem Ende des Geldes kommt.


5 | Viele Frauen glauben, Geld mache nicht glücklich

“Ich will ja gar nicht reich werde.”

“Ich brauche keinen Porsche oder so, ich will lieber andere glücklich machen.”

“ Geld macht eh nicht glücklich.”

Solche, oder ähnliche Aussagen habe ich in meinem Leben schon unzählige Male gehört. Zu fest verankert ist der Glaube, Reichtum mache unglücklich und Geld verderbe den Charakter. Schließlich sind alle die, die reich sind skrupellos und egoistisch.

Und damit einem das selber nicht passiert, wird lieber im Mangel verharrt. Ich bin nicht reich. Das kann ich mir nicht leisten. Das steht mir nicht zu.


Die Lösung: Das Ding ist jedoch: Deine Gedanken bestimmen Deine Taten und damit auch Dein weiteres Leben. Wenn Du denkst, mehr Geld stehe Dir nicht zu, dann wird es auch nicht mehr werden. Wenn Du glaubst, Du wirst niemals ein traumhaftes Gehalt verdienen, dann wird das auch nicht passieren. Wenn Du fest davon überzeugt bist, dass alle anderen mehr haben als Du, wird auch das eintreten. Und dann stimmt auch die Sache mit dem Porsche.

Beginnst Du jedoch in Möglichkeiten und nicht mehr in Limitierungen zu denken, steht Dir plötzlich die Welt offen. Was gerade noch unmöglich erschien, ist plötzlich ein denkbares  Ergebnis. Und auch wenn es nicht ganz einfach ist, die Mühe lohnt sich.
Dann bist Du vermutlich offen für den Gedanken, dass derjenige, der sich einen Porsche leisten kann, viel mehr Gutes tun kann, als derjenige, der selber nur gerade genug hat. Sich einen Porsche leisten zu können bedeutet nämlich nicht, ihn sich auch kaufen zu müssen ;-)!


6 | Viele Frauen arbeiten für ein zu geringes Gehalt

Die Tage sprach ich mit einer Bekannten, die mir voller Entsetzen erzählte, dass sie herausgefunden hatte, dass ihr männlicher Kollege in der exakt gleichen Position mehr als 50% mehr Gehalt bekam als sie.

50%! Und warum?

Weil sie einfach schlechter verhandelt hat.

Und oftmals ist es nicht nur das. Denn leider verkaufen sich viele Frauen auch sonst schlecht im Job. Machen nicht auf sich aufmerksam. Sind viel zu zurückhaltend und glauben weiterhin, dass der Beste befördert wird.

Was leider nicht stimmt.

Es ist die Person, die der Entscheider für die beste HÄLT!

Und das ist ein riesengroßer Unterschied!


Die Lösung: Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es zu Beginn schwierig ist, für sich einzustehen und offen und gezielt Werbung für die eigene Person zu machen. Das fühlt sich total komisch an.

ABER so läuft der Hase nunmal. Wenn Du nicht selber über Deine Erfolge und Qualifikationen redest, dann wird es niemand tun. Denn die anderen sind ja bereits busy, für sich selber Werbung zu machen.

Also steh zu Deinen Erfolgen. Sei stolz drauf und lerne, wie man verhandelt. Tag für Tag.

7 | Viele Frauen denken zu viel und handeln zu wenig

Im Englischen nennt man es “Analysis Paralysis”, also Analyse-Lähmung. Und genau das trifft leider auch auf viele Frauen zu. Die Perfektionistin in ihnen, will ganz ganz ganz sicher gehen, alle Eventualitäten überdacht zu haben und bloß keinen Fehler zu machen. Jede Information wird genau studiert und dann werden sicherheitshalber noch 3 Personen nach ihrer Meinung befragt.

Das Resultat: es passiert gar nichts. Oder es wird wochenlang eine Spezialfrage durchleuchtet, anstatt sich auf das naheliegendste zu konzentrieren; nämlich anzufangen.


Die Lösung: Im Grunde genommen ist es wie beim Abnehmen. Es ist nicht wichtig, ob Du low carb machst oder FDH, Paleo oder vegan isst, oder oder oder. Es müssen einfach mehr Kalorien verbraucht werden, als Du isst.

Genauso sieht es bei den Finanzen aus. Nicht die 3. superduper-Strategie von Superanlageguru 5 ist entscheidend für Deinen Erfolg. Sondern dass Du anfängst. Dass Du weniger Geld ausgibt, als reinkommt. Und dass Du die Differenz anlegst.

Fang also unbedingt einfach an. Mache das, was Du Dir heute zutraust und steigere Dich. Aber mach. Und hör vor allem auf zu glauben, es gäbe die perfekte Investment-Strategie. Die, bei der garantiert alles perfekt läuft. Die gibt es nämlich nicht (leider…).

Erlaube Dir Fehler zu machen. Sie sind nicht das Ende der Welt, sondern gehören dazu. Wenn Du die wesentlichen Grundregeln beachtest, können sie Dir eh nicht wirklich etwas anhaben.


Du bist jetzt bereit, Verantwortung zu übernehmen?

Der wichtigste Schritt ist erst einmal zu lernen, wie genau sinnvolles Finanzmanagement und eine sinnvolle Altersvorsorge eigentlich aussieht und wie genau Du sie für Deine persönliche Situation anpasst.

 

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In Sachen Geld stehen Frauen allzu oft als Verliererinnen da: niedriges Einkommen, schlechte Job-Perspektiven, Rentenlücke und fehlende Altersvorsorge. Und trotzdem machen so viele diesen Fehler. Im Artikel zeige ich Dir, wie Du ihn vermeidest. #geld #finanzen #altersvorsorge #investieren