Die 3 größten Fehler, die ich beim Geld anlegen gemacht habe (und wie Du sie vermeidest)

Reich wird der, der viel Geld verdient? Würde ich nur genug Geld verdienen, dann würde ich automatisch sparen und ganz von alleine reich werden. Leider geht die Rechnung nicht ganz auf. Ein Erfahrungsbericht.


Leider bin ich damals in einem Job gelandet, in dem ich immer ein überdurchschnittliches Gehalt bekommen habe.

Versteh mich nicht falsch: natürlich ist das prinzipiell eine gute Sache. Denn Geld schadet ja nicht. Allerdings hatte das bei mir zur Folge, dass ich mir lange keinerlei Gedanken übers Geld gemacht habe. Es war ja da.

Und genauso habe ich gelebt.

Sparen?

Altersvorsorge?

Ach, da kümmere ich mich morgen drum…


Welche 3 großen Fehler ich aufgrund dieser Einstellung gemacht habe und wie Du es besser machst als ich, zeige ich Dir heute.

1 | Ich habe zu lange den Fokus auf die falschen Dinge gelegt

Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Als Bankerin war ich umgeben von sehr gut verdienenden Menschen. Da gehört die schicke Markenkleidung und der schmucke Sportwagen schon fast zum guten Ton. Genauso wie das neueste iPhone und die hippe Fernreise.

Macht man halt so.

Und genauso war auch ich gerne bereit, mein Geld für allerlei Luxus auszugeben. 5.000€ für ne Fernreise. Mal eben 500€ für nen Wochenendtrip. Spontan 600€ für ein Paar Schuhe. Und spätestens alle 2 Jahre das neueste Handy.

Das Geld war ja da. Und ich war mit Sicherheit nicht daran Schuld, sollte die deutsche Wirtschaft einmal nicht wachsen ;-).

Hatte ich es einmal übertrieben und das Konto war leer, hielt ich mich einfach 2 Wochen ein wenig zurück und alles war wieder gut.

Lass mich ganz ehrlich sein: natürlich ist es toll, wenn man so viel Geld zur Verfügung hat, dass man sich einfach so jeden Wunsch erfüllen kann. Ich finde es sogar eine absolut großartige und erstrebenswerte Situation.

Das ganze hatte für mich nur einen Haken: es hielt mich davon ab, jemals darüber nachzudenken, welche Ausgaben mich eigentlich glücklich machten und wo ich mein Geld einfach nur “zum Fenster rauswarf”.

Brauchte ich all die Dinge, die ich kaufte? Machte mich all das glücklich? Oder hätte ich gut und gerne auf das ein oder andere verzichten können?

Alles Fragen, die ich mir lange Zeit nicht gestellt habe. Machten mich neue Dinge nicht immer glücklich?

Der Wendepunkt in meinem Leben war eine Ausmistaktion an einem trüben Tag vor ein paar Jahren. Ich entrümpelte endlich mal mein Bad und stolperte über die zweiunddrölfzig Dinge, die sich von diverstesten Drogerie-Einkäufen angesammelt hatten. Vieles davon war maximal 1x benutzt.

Ich sah mir den Berg an und überschlug, was mich die Sachen in etwa gekostet hatten, die nun im Müll landen würden. Da fiel mir zum ersten Mal auf, wie viel Geld ich eigentlich für Dinge ausgab, die ich scheinbar gar nicht brauchte.

Und plötzlich fragte ich mich, ob ich nicht einen ganz großen Fehler machte

Versteh mich nicht falsch; ich habe nichts dagegen, Geld auszugeben. Auch heute nicht. Aber ein wenig mehr Sinn und Verstand macht sich dabei ganz gut. Denn wer nur die Dinge kauft, die er wirklich will und braucht, spart unterm Strich deutlich.

Und genau das habe ich getan: Statt wahllos ständig irgendetwas zu kaufen, begann ich damit, mein Geld nur noch für solche Dinge auszugeben, die mir Freude machten. Und solche Dinge, die in mein Leben kamen, um zu bleiben. Die durften auch gerne mal teurer sein. Ziel war ja nicht, plötzlich zum Sparbrötchen zu werden.

Mein Ziel war es einzig und allein, keine sinnlosen (Spontan)Käufe mehr zu tätigen.

Das verrückte daran: heute, wo es bei mir eindeutig um Qualität und nicht mehr um Quantität geht, gebe ich deutlich weniger Geld aus, kaufe aber viel hochwertigere (und damit teurere) Dinge.

Hätte ich das mal früher verstanden; ich könnte heute ein reiches Mädchen sein.

2 | Ich habe zu spät damit begonnen, zu sparen

Was mich gleich zu Fehler Nummer 2 bringt: lange Zeit habe ich maximal temporär gespart. Gab ich mal eine zeitlang nicht ganz so viel aus, wuchs zwar das Sparbuch, doch lange durfte das Geld dort meist nicht bleiben. Meist fand sich dann doch wieder etwas, was ich “dringend brauchte” und weg war die schöne Kohle.

Heißt: ich hatte zwar eine Rücklage, aber kaum wirkliche Ersparnisse. Also solche, die ich wirklich niemals anrühren würde. Oder Geld für die Altersvorsorge. Da gab es lange nur die gesetzliche Rente und die betriebliche Altersvorsorge. Das ist zwar auch nicht gerade wenig; aber optimal war das lange Zeit nicht.

Dabei hätte ich ja sparen können. Wie gesagt: Geld kam ja genug rein. Aber wenn man - wie ich - immer nur das spart, was am Monatsende noch auf dem Konto ist, dann geht die ganze Sache auch schonmal gehörig schief.

Lange Zeit reichte es mir, zu wissen, dass ich ja ordentlich sparen könnte, wenn ich erstmal wollen würde. Und bis dahin, konnte das sicherlich warten. Oder nicht?

Aus heutiger Sicht wäre ich da bestimmt strenger mit mir.

Und ich würde mein Sparkonto immer zuerst “bezahlen”.

Ich sagte ja bereits: ich sparte damals nach der Methode “was übrig bleibt kommt aufs Sparbuch”. Bei sparsamen Menschen mag das ja vielleicht gut funktionieren. Leute wie ich jedoch, die die Tendenz haben, verfügbares Geld einfach auszugeben, kriegen das so aber kaum (oder nur sehr schwer) hin.

Da ist noch Geld auf dem Konto? Super, dann kann ich mir ja doch noch die tolle neue Hose kaufen, die ich gestern gesehen habe.

Oh, wieder nichts gespart? Egal, nächsten Monat wieder.

Zum Glück mache ich das mittlerweile besser. Heute geht von jedem Geldeingang SOFORT ein bestimmter Betrag an meine Rücklagen. Das Geld ist weg und darf auch nur für bestimmte Dinge/Zwecke genutzt und ausgegeben werden.

Anfangs war ich überrascht, wie leicht mir das fällt, mich daran zu halten. Doch ist das Geld aus dem Sinn (und vom Konto), komme ich wirklich nicht mehr in Versuchung und spare seitdem brav und fleißig.

Eigentlich unglaublich, welchen Unterschied so eine kleine Verhaltensänderung machen kann...

3 | Ich habe mein Geld nicht sinnvoll angelegt

Und damit sind wir bei Fehler Nummer 3. Denn ich habe nicht nur lange Zeit wenig zielgerichtet gespart. Sondern habe das gesparte Geld auch noch mies bzw. gar nicht angelegt.

Ich. Die es doch nun wirklich besser wusste.

Die sich kein neues Wissen dafür hätte aneignen müssen.

Unglaublich, oder?

Aber, ganz ehrlich: ich war einfach lange Zeit zu faul. Denn auch wenn man die Ahnung eigentlich schon hat, muss man sich ja trotzdem mal ein wenig Zeit nehmen, um eine Anlagestrategie zu entwickeln.

Hätte ich die gehabt? Bestimmt

Habe ich sie mir genommen? Nope.

Es war ein bißchen wie mit dem Termin beim Zahnarzt. Man weiß, man sollte mal wieder hin und dennoch schiebt man es wochen-, monate- oder sogar jahrelang vor sich her.

Schön bescheuert.

Denn: ich hätte heute eine reiche Frau sein können.


Nehmen wir einfach mal folgendes an:

Seit 2000 habe ich sicherlich so viel verdient, dass ich 200€ im Monat hätte sparen und anlegen können. Bis heute wären das gut und gerne 19 Jahre.

  • Hätte ich dieses Geld immerhin aufs Sparbuch gelegt (zu großzügigen 0,5% Zinsen), hätte ich heute etwa 48.000€ beisammen.

  • Hätte ich die Kohle sogar an der Börse investiert, wären daraus gut und gerne 100.000€ geworden.

Einhundert. Tausend. Euro.

Die ich heute nicht auf der hohen Kante habe, weil ich

  • sie verprasst habe

  • nicht konsequent genug gespart habe und

  • mein Geld nicht sinnvoll angelegt habe

Ganz schön blöd von mir.

4 | Wie Du es besser machen kannst als ich

Übrigens: gekriegt habe ich die Kurve bereits vor etwa 5 Jahren. Seitdem mache ich diese Fehler zum Glück nicht mehr. Doch diese Änderung kam natürlich nicht über Nacht, sondern hat ein wenig gebraucht.

Bad habits die hard.

Doch auch wenn es mich ein wenig Mühe gekostet hat, meinen Kopf gescheit umzuprogrammieren, war es letztlich nicht wirklich schwierig. Ich musste lediglich ein paar Dinge verstehen und konsequenter darauf hören, was mich eigentlich wirklich glücklich macht.

Gib Dein Geld nur für die Dinge aus, die Dich wirklich glücklich machen

Der wichtigste Schritt ist es, erst einmal wirklich nach den Werten zu leben, die Dir selber die wichtigsten sind. Und nicht nach denen, die Dein Umfeld Dir vorgibt.

Es ist nämlich völlig ok, nicht dem “höher, schneller, weiter”-Trend zu folgen, wenn man selber gar nicht drauf steht. Oder viel Geld für teure Hotels in hippen Locations auszugeben, wenn Du eigentlich lieger in die Berge zum Wandern gehst und für nen 10er auf der Hütte schläfst.

Du darfst “nein” sagen.

In meinem Fall bedeutete das: ich habe mich hingesetzt und mir genau überlegt, welche Ausgaben mich eigentlich wirklich glücklich machen und welche nicht. Die, die mir etwas bedeuten, durften bleiben, die anderen mussten konsequent gehen:

  • Statt ständig eigentlich mieses Fastfood zu konsumieren, gehe ich heute seltener Essen, dann aber da hin, wo es wirklich lecker ist

  • Statt ständig irgendwelche Verlegenheitskäufe in der Drogerie zu machen, habe ich mich einmal richtig in der Parfümerie beraten lassen und kaufe seitdem nur noch “gutes” Make-Up. Das ist zwar teurer, doch weil ich nichts zusätzlich mehr “brauche”, spare ich unterm Strich sogar Geld.

  • Statt teurer Fernreisen mache ich heute meist Wanderurlaub in den Bergen, wo ich locker mit 50€ am Tag auskomme. Keine Ahnung, ob ich das auch genießen könnte, hätte ich früher nicht die Chance gehabt, einen ordentlichen Teil der Welt zu sehen. Aber heute kann ich es und bin damit absolut glücklich und zufrieden. Warum sollte ich also in teure Clubs reisen, wenn das andere mir mehr Spaß macht? Ich denke, Du verstehst, was ich meine.

In meinem Fall heißt die Lösung also Qualität vor Quantität.

Dein Weg kann und darf natürlich anders aussehen, der Grundsatz bleibt der gleiche: gib Dein Geld nur für die Dinge aus, die Dir wirklich etwas bedeuten. Denn je weniger Du “brauchst”, desto weniger Geld muss auch jeden Monat reinkommen...

Zahle Dich selbst zuerst

Doch weniger ausgeben ist nur der erste Schritt. Denn nur wenn Du weniger ausgibst, heißt das nicht automatisch, dass Du quasi “von alleine” mehr sparst.

Wir Menschen sind leider nicht so gemacht, dass es uns leicht fällt, Geld, was “übrig” ist wirklich nicht anzufassen. Das Gegenteil ist der Fall. Haben wir zu einem bestimmten Zeitpunkt des Monats mehr Geld auf dem Konto, als gedacht, wird damit meist eines getan: geshopt.

Daher ist es elementar wichtig, dass Du Dich immer zuerst bezahlst. Will heißen: überweise das Geld, das Du sparen möchtest immer SOFORT auf ein separates Konto. Es sollte Dir am besten niemals einfach zur Verfügung stehen. So kommst Du gar nicht erst in Versuchung, es auszugeben, statt zu sparen.

Eine tolle Methode, das sicherzustellen ist übrigens das 6-Konten-Modell.

Investiere

Sparen ist gut und schön. Doch bei den aktuellen Minizinsen, die Du auf Sparbuch und Co bekommst, kannst Du Dein Geld damit nicht sinnvoll vermehren. Ganz im Gegenteil:

Die Inflation lag in Deutschland in den vergangenen rund 40 Jahren bei knapp über 2% im Durchschnitt. D.h. im Schnitt haben sich die Preise jedes Jahr um etwa 2% erhöht.

Legst Du Dein Geld nun zu den aktuellen Minizinsen an, wird es kontinuierlich weniger wert.

In einem Jahr fallen die 2% dabei vielleicht nicht sonderlich ins Gewicht, doch mit der Zeit summiert sich das.

Nehmen wir einmal an, Du sparst monatlich 100€ für insgesamt 20 Jahre. Dann legst Du in Summe 24.000€ an die Seite. In 20 Jahren wirst Du dann natürlich nominal tatsächlich 24.000 € auf dem Sparbuch haben; ihr Gegenwert entspricht - der Inflation sei “Dank” - aber nur noch rund 19.800€. 4.200€ (oder 17,5%) des Geldes sind damit “weg”.

Ich nehme mal stark an, dass Du darauf keine Lust hast.

Würdest Du Dein Geld hingegen so investieren, dass es für und nicht gegen Dich arbeitet, könntest Du in derselben Zeit aus Deinen 24.000€ - bei einer unterstellten Rendite von 6% im Schnitt - über 46.000€ machen. Also fast das doppelte.

Ich finde, das klingt doch gleich viel besser.

Erzielen kannst Du solche Renditen aktuell jedoch nur an der Börse.



Starte daher am besten noch heute mit meinem gratis Einstiegs-Email-Kurs.

Darin lernst Du:

  • Wie Du durch cleveres investieren sparen kannst, ohne verzichten zu müssen und wie Du auch dann sparen kannst, wenn Du eigentlich geglaubt hast, dafür reiche Dein Geld nicht

  • Wie Du Deine geschäftlichen und privaten Finanzen mit mehreren Konten erfolgreich ordnest und sie so erfolgreich managen kannst

  • Dass es sich unbedingt lohnt, heute noch mit der Geldanlage anzufangen, auch wenn Du aktuell nur wenig Geld anlegen kannst

  • Wie hoch Deine Rentenlücke ist und wie viel Geld Du eigentlich zurück legen musst, um diese Lücke erfolgreich zu schließen

  • Warum die Börse Deine neue beste Freundin in Sachen Geldanlage ist (oder unbedingt werden sollte) und

  • Warum Du bei klassischen Vorsorgeangeboten kritisch sein solltest, da ihre hohen Kosten DEINE Rendite auffressen!

 
Reich wird der, der viel Geld verdient? Würde ich nur genug Geld verdienen, dann würde ich automatisch sparen und ganz von alleine reich werden. Leider geht die Rechnung nicht ganz auf. Ein Erfahrungsbericht. #geld #investieren #sparen #finanzen