14 Tipps wie Du schnell & einfach einen Notgroschen sparst

Der erste Schritt beim Vermögensaufbau ist der Notgroschen. Also eine jederzeit verfügbare Cash-Reserve, von der Du mindestens 3, besser 6 Monate leben kannst. Das zu erreichen ist als Selbstständige nicht einfach; vor allem dann, wenn Dein Business vielleicht gerade genug abwirft, um davon zu überleben. Sparen - undenkbar.


Oder doch?

Heute zeige ich Dir 25 Wege, wie Du es dennoch schaffen kannst. Auch wenn Du aktuell (noch) das Gefühl hast, nicht einen Euro sparen zu können.

Aber wie?

Prinzipiell hast Du 2 Möglichkeiten:

  1. Du erhöhst Deine Einnahmen oder

  2. Du reduzierst Deine Ausgaben

Oder Du machst beides, was ich Dir unbedingt empfehlen möchte.

Reduziere Deine Ausgaben

Deine Ausgaben zu reduzieren ist sicherlich der schnellste Weg, Geld zu sparen. Denn es erfordert meist nur kleine Änderungen im alltäglichen Verhalten und schon geht weniger Geld im Monat “raus”.

Das Problem an der Sache: wenn nur wenig Geld reinkommt, sind Deine Sparmöglichkeiten natürlich limitiert. Du wirst nie alle Ausgaben streichen können; schließlich musst Du von irgendwas immer noch leben.

Dennoch gibt es ein paar Tipps und Kniffe, die auch mir vor ein paar Jahren sehr geholfen haben, als ich von der hochbezahlten Bankerin zur Gründerin wurde und das Geld plötzlich knapp war…

1 | Kaufe nur, was Du auch verbrauchst

Der 5. Lidschatten, der ungenutzt im Bad rumliegt, die neue Bluse, die irgendwie doch nicht angezogen wird, oder die Ration Lebensmittel, die regelmäßig im Müll landet. Du wirst Dich vermutlich auch schonmal dabei erwischt haben, etwas zu kaufen, was Du dann weder trägst noch nutzt.

Das Schlimmste daran: es geschieht oft unbewusst. Der Einkauf in der Drogerie scheint Dir unumgänglich. Die Klamotte MUSST Du haben und ohne die Zeitschrift wirst Du auf der anstehenden Zugfahrt vor Langeweile sterben.

Doch sei ehrlich mit Dir und beobachte Dich mal eine Weile. Bringen Dir die unnötigen Käufe wirklich Freude? Oder könntest Du sie Dir (zumindest teilweise) nicht doch verkneifen?

Es mag Dir im ersten Moment vielleicht wie Kleinigkeiten erscheinen, doch glaube mir: die Beträge summieren sich! Statistisch gesehen wirft jeder Deutsche z.B. Lebensmittel im Wert von rund 20€ im Monat in den Müll. Geld, was Du gut für Deinen Notgroschen nutzen kannst!

2 | Qualität vor Quantität

Ich bin kein Freund von rigorosem Verzicht. Natürlich kannst Du eine Menge Geld sparen, wenn Du nie wieder auswärts isst, Dir keinen Kaffee mehr gönnst und die nächsten 100 Jahre keine neue Kleidung kaufst.

Doch seien wir ehrlich: Die meisten von uns wollen auch noch leben und hätten keine Freude daran, plötzlich nur noch zu sparen. Mich übrigens eingeschlossen.

Daher habe ich einen anderen Weg für mich gesucht (und gefunden): ich setze konsequent auf Qualität statt Quantität.

  • Ich kaufe mein Make-up nur noch in der Parfümerie. Das ist zwar im ersten Moment teurer, erspart mir jedoch unzählige Impulskäufe in der Drogerie, so dass ich so auf lange Sicht deutlich Geld spare

  • Ich habe meine Wohnung nach und nach mit den Dingen eingerichtet, die ich schon immer mal haben wollte (ich bin ein bekennender Fan von dänischen Designklassikern). Seitdem habe ich keinerlei Bedürfnis mehr, regelmäßig in Interior-Läden neue Vasen, Deko oder Kissenbezüge für die Wohnung zu kaufen, die mich früher gut und gerne 20€ im Monat gekostet haben.

  • Ich esse seltener auswärts, dafür aber nur in Restaurants, wo ich wirklich gutes Essen bekomme. Früher habe ich ständig auswärts gegessen. Doch nicht immer war es nicht das wirklich leckerste Zeug. Ein einfaches belegtes Brötchen vom Bäcker z.B. ist sicher geschmacklich nicht der Burner, kostet aber gut und gerne 2-3€ am Tag. Die Pizza vom Bringdienst oder die Currywurst auch nicht immer eine grandiose kulinarische Erfahrung. Geld kosten sie aber alle. Meine Lösung: ich mache diese Dinge heute selber zuhause und gehe nur noch auswärts Essen, wenn ich mit Freunden verabredet bin. So brauche ich auf nichts zu verzichten und spare dennoch Geld.

3 | Überprüfe Deine Versicherungen

Letztlich ist es natürlich Deine Entscheidung, welche Versicherungen Du für erforderlich erachtest und welche nicht. Dennoch lohnt es sich, einmal alle Verträge durchzusehen und sich zu überlegen, ob jeder davon wirklich nötig ist und/oder, ob Du nicht etwas versichert hast, was Du gar nicht wirklich brauchst.

Ich kenne viele Leute, die z.B. eine Handyversicherung haben, die sie nie nutzen. Oder aber eine Vollkasko-Versicherung für ein 20 Jahre altes Auto zahlen. Geld, dass sie gut und gerne sparen könnten.

Und genau das gilt auch für Dich, wenn Du vielleicht hier oder dort überversichert bist.

4 | Kündige alle nicht genutzten Abos

Ich weiß noch genau, wie es war, als ich mich entschlossen habe, meinen Job zu kündigen. Damals wusste ich noch gar nicht, dass ich mich selbstständig machen würde. Ich wusste nur, ich würde eine zeitlang kein Einkommen haben. Also musste ich alle unnützen Kosten reduzieren.

Das war das erste Mal, dass ich mal wirklich kritisch meine Abos durchgegangen bin. Ich war ja der Meinung, ich hätte gar nicht sooo viel. Doch ganz ehrlich: ich hatte für fast 100€ im Monat irgendwelche Abos bezahlt, die ich nicht oder nur kaum nutzte. Gerade online geht das soooo schnell und schon kommt zum Amazon Prime-Abo noch das Abo für diverse Zusatzleistungen, dann das Netflix-Abo usw.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich habe wirklich nicht alles davon so viel genutzt, dass sich der monatliche Betrag gelohnt hätte. Also habe ich ne ganze Menge Abos davon gekündigt und spare so jeden Monat bares Geld, ohne an Lebensqualität einzubüßen.

5 | Kündige Deinen Telefonvertrag

Oder reduziere zumindest ungenutztes Datenvolumen.

Bist Du als Angestellte viel unterwegs gewesen, dann hast Du vielleicht irgendwann einmal einen Vertrag mit viel Datenvolumen abgeschlossen, den Du als Selbstständige gar nicht mehr unbedingt brauchst.

Oder aber Du hast den alten Vertrag einfach aus Faulheit seit Jahren weiterlaufen lassen, ohne zu überprüfen, ob sich nicht eine preiswertere Möglichkeit findet.

Das waren zumindest meine großen Fehler in Sachen Handy und Festnetz. Als ich mich dann endlich mal daran gemacht habe, die Verträge zu optimieren, konnte ich problemlos 30€ im Monat sparen.

6 | Bevorzuge kostenlose Aktivitäten

Musst Du Dich mit Freunden immer in der teuren In-Bar treffen? Muss es immer ein kostenpflichtiger Ausflug in Ausstellung, Theater & Co sein? Falls nein, dann überzeuge Deine Freunde doch mal davon, einfach mehr kostenlose (oder zumindest deutlich günstigere) Aktivitäten zu unternehmen.

Das Glas Wein schmeckt auch zuhause, wo Du locker eine ganze Flasche zum Preis von einem auswärts getrunkenen Glas bekommst. Oder ihr veranstaltet ein Picknick statt Essen zu gehen und geht wandern statt ins Museum.

Du musst ja nicht jede kostenpflichtige Unternehmung ersetzen, doch hier und da mal den Fokus drauf zu setzen, kann Dir dabei helfen, eine Menge Geld zu sparen.

7 | Melde Dich von unnötigen Newslettern ab

Wer kennt es nicht: eine Email trudelt ein mit einem tollen neuen Angebot für dieses oder jenes und bevor Du Dich versiehst, hast Du das betreffende Teil gekauft. Und wenn es ganz blöd läuft, gleich noch 3 weitere Teile dazu. Dabei hast Du bis 30 Minuten vorher noch nicht einmal gewusst, dass Du das alles “brauchen” würdest ;-).

Der einfachste Weg, nur noch das zu kaufen, was Du wirklich brauchst, ist es, Dich selber gar nicht mehr in Versuchung zu führen. Daher: verbanne alle Newsletter und Kataloge aus Deinem Leben und Deiner Inbox, die Dich in Versuchung führen könnten und kaufe wirklich nur noch die Dinge, die Du wirklich brauchst.

8 | Ziehe in eine kleinere Wohnung

Früher träumte ich immer vom tollen, großen Bauhaus-Architektenhaus mit tollen, aber teuren Einbauten, einer Wahnsinnsküche usw. Dads gefällt mir super und macht natürlich auch richtig was her.

Doch leider ist das auch eine wahnsinnige finanzielle Verpflichtung, die Monat für Monat bedient werden will.

Brauche ich also weniger und gebe mich mit etwas kleinerem zufrieden, muss ich viel weniger Geld verdienen, um meine Verpflichtungen zu erfüllen. So ein Haus würde mich monatlich vermutlich 5.000€ kosten. Die Wohnung, die ich aktuell habe, kostet mich gerade mal 500€.

Ich sage damit nicht, dass Du unbedingt in ein Mikro-Appartement ziehen musst. Oder den Traum vom Haus auf alle Ewigkeit begraben. Alles was ich sagen möchte ist: je geringer Deine monatlichen Fixkosten, desto entspannter wird es, die Kosten zu decken.

9 | Lebe minimalistischer

Wenn wir an Minimalismus denken, haben wir meist die Leute vor Augen, die in leeren Wohnungen mit gerade einmal 100 Besitztümern leben. Das finde ich auch …ähem ... einigermaßen befremdlich.

Der Gedanke des Minimalismus hingegen, ist gar nicht mal so abwegig: besitze nur die Dinge, die Dich glücklich machen und reduziere Deine Lebenshaltungskosten um Dir den Stress zu nehmen, immer höher und weiter kommen zu müssen, um dieses Leben zu finanzieren.

Das besagt ja nicht, wie weit jeder einzelne von uns in dieser Hinsicht gehen mag. Fakt ist jedoch: je weniger Du brauchst, desto weniger Geld wirst Du ausgeben. Und eins klappt immer, wenn Du unter Deinen Verhältnissen lebst: das Sparen. Und damit auch der Aufbau Deines Notgroschens.

Erhöhe Deine Einnahmen

Die Kosten zu reduzieren bringt sicher eine ganze Menge. Doch wie schon gesagt - diese Seite der Medaille ist limitiert. Was hingegen unbegrenzt ist, ist die Möglichkeit, Deine Einnahmen zu erhöhen.

1 | Such Dir einen Nebenjob

Wenn Du von Deiner Selbstständigkeit gerade so überleben kannst, ist es vielleicht eine Idee, Dir einen (zeitlich befristeten) Nebenjob zu suchen und so die Zeit zu überbrücken, bis Deine Selbstständigkeit genug abwirft, um mehr als davon überleben zu können. Das mag vielleicht nicht Dein Traum sein, doch besser als ständig kein Geld zu haben ist es in meinen Augen allemal.

2 | Arbeite als Freelancer

Zum Glück ist die Welt heute nicht mehr nur schwarz oder weiß. Es gibt nicht nur angestellt oder selbstständig. Oder den Nebenjob. Denn auch die Tätigkeit als Freelancer bietet Dir die Möglichkeit, Dir etwas dazu zu verdienen und so mehr Einnahmen zu haben.

3 | Verkaufe Dinge, die Du nicht mehr brauchst

Bücher, CDs, Möbel, das ungenutzte Fahrrad usw. - all die Dinge, die heute vielleicht noch in Deinem Keller zustauben, sind möglicherweise mehr wert, als Du denkst.

Ich habe, als ich meinen Job gekündigt habe, mal so richtig ausgemistet. Und alles, was weg konnte und noch gut war, wurde entweder auf Plattformen wie Momox oder über Ebay-Kleinanzeigen verkauft. Einiges brachte mehr ein, anderes weniger. Doch in Summe kamen so über 2.000€ zusammen, über die ich mich natürlich sehr gefreut habe.

4 | Mach Deine Steuererklärung

Oder such Dir einfach einen guten Steuerberater. Der ist zwar nicht gerade günstig, kann Dir aber helfen, eine Menge Geld zu sparen.

Und wenn Du Geld vom Finanzamt zurück bekommst, dann leg es gleich zur Seite. Denn bleibt es auf Deinem Konto, läufst Du Gefahr es nach und nach einfach auszugeben.

5 | Untervermiete ungenutzte Wohnfläche

Das mag kein Tipp für Dich sein, wenn Du - wie ich - schon in einer recht kleinen Wohnung lebst. Doch solltest Du Platz genug haben, könnte ein Untermieter eine gute Möglichkeit sein, Dir zusätzliche Einnahmen zu bescheren.

6 | Vermiete ein Zimmer bei Airbnb

Solltest Du Deine Wohnung nicht dauerhaft vermieten wollen, dann könnte Airbnb etwas für Dich sein. Ich kenne einige, die sich ihr Gehalt haben deutlich aufbessern können, indem sie ihre Wohnung an Touristen oder Geschäftsleute vermietet haben.

7 | Arbeite verstärkt am Aufbau Deines Business

Nach den Möglichkeiten zusätzliches Einkommen zu generieren, darf diese hier natürlich nicht fehlen: denn natürlich steigt Dein Einkommen auch dann, wenn Du Dein Business weiter auf- und ausbaust. Vermutlich ist das sogar der nachhaltigste Weg.

Fazit

Ich empfehle Dir, möglichst viele der hier genannten Strategien nach und nach zu implementieren. Jeder Tipps mag für sich alleine genommen vielleicht nur 10 oder 20€ im Monat ausmachen, doch in der Summe kommt so einiges zusammen.

Reich wirst Du unterm Strich nicht, weil Du unfassbar viel einnimmst, sondern vor allem, weil Du Gewohnheiten implementierst, die Dich beim Sparen unterstützen.

Die wichtigste davon ist, unter Deinen Verhältnissen zu leben; also weniger auszugeben, als Du einnimmst. Wem das konsequent gelingt, wird keine Probleme haben, Geld zu sparen.

 
Der erste Schritt beim Vermögensaufbau ist der Notgroschen. Also eine jederzeit verfügbare Cash-Reserve, von der Du mindestens 3, besser 6 Monate leben kannst. Das zu erreichen ist als Selbstständige nicht einfach; vor allem dann, wenn Dein Business vielleicht gerade genug abwirft, um davon zu überleben. Sparen - undenkbar.  #geld #boerse #finanzen #sparen #notgroschen